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Gesellschaft ohne Kompass

Die Mehrheit der Deutschen will möglichst viel Demokratie. Aber nicht alle sollen ihre Vorzüge genießen dürfen. Was die neue »Mitte-Studie« der Friedrich-Ebert-Stiftung verrät. Fragen an die Mitautorin Beate Küpper von der Hochschule Niederrhein
von Ulrike Schnellbach vom 25.04.2019
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Die neue Mitte-Studie, Beate Küpper (rechts): Viele wollen die Demokratie - aber nicht für alle. (Fotos: FES; Beate Küpper/privat)
Die neue Mitte-Studie, Beate Küpper (rechts): Viele wollen die Demokratie - aber nicht für alle. (Fotos: FES; Beate Küpper/privat)
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Publik-Forum.de: Der Titel Ihrer Studie lautet: »Verlorene Mitte«. Das klingt ziemlich alarmistisch. Wollen Sie damit sagen, die Mitte der Gesellschaft sei für die Demokratie verloren?

Beate Küpper: Nein, aber sie droht ihren Kompass zu verlieren. Die positive Botschaft unserer Studie ist, dass sich eine große Mehrheit der Bevölkerung demokratisch positioniert: Über 80 Prozent sagen, es ist unerlässlich, dass Deutschland demokratisch regiert wird. 65 Prozent finden, die Demokratie in Deutschland funktioniere im Großen und Ganzen gut, und die meisten äußern sich auch pro-europäisch. Gleichzeitig gibt es dem widersprechende Aussagen, die darauf hindeuten, dass sich in Teilen der Gesellschaft antidemokratische Einstellungen verfestigen. Wir sehen also

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