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Hat da nicht eben einer geschnauft?

Wie ein Esel in den Abruzzen einen verwundeten Soldaten aus der Gefahrenzone brachte. Erinnerung an ein kleines Wunder im Zweiten Weltkrieg
von Johannes Riedel vom 05.11.2010
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Dezember 1943 in Mittelitalien: Wir saßen auf den felsigen Höhen der Abruzzen, hörten die Panzer tief unten an uns vorbeirattern. Engländer und Amerikaner griffen unsere schwachen Stellungen mit Armeen und Panzern an. Am 6. Dezember traf mich in meinem Loch in den Felsen eine Granate in den Fuß. »Nur weg von hier«, dachte ich und kroch, so gut es ging, auf allen Vieren ein Stück zurück. In der nächsten Sekunde krachte eine weitere Granate genau auf die Stelle, wo ich gesessen hatte. Schnellstens versuchte ich, unseren Unterstand an der Hinterwand des Felsens zu erreichen. Alle fünf Kameraden, die »unsere« Höhe zu verteidigen hatten, waren bereits dort: Die deutsche Front war zusammengebrochen. Wir mussten uns schleunigst davonmachen. Nun sah ich, wo die Splitter mich getroffen hatten: Im linken Oberschenkel klaffte hinten eine Fleischwunde, groß wie eine Faust, das rechte Bein war völlig gelähmt und ohne Gefühl, denn der Splitter in der Beuge hatte den Nerv getroffen; das Bein war nicht zu gebrauchen. Der rechte Unterarm war aufgerissen, der Splitter im Hals saß genau an der Schlagader, die ganze Uniform ein einziger Blutfleck. So lag ich und bat die vier Kameraden: »Lauft ihr! Ich bleibe hier und lasse mich gefangen nehmen!«

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