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Krieg in Nahost
Gott in Gaza

Ein hungerndes Kind ist kein politisches Argument, sondern ein Appell an unsere Mitmenschlichkeit. Die droht uns verloren zu gehen und damit unser Glaube an Gott.
von Ahmad Milad Karimi vom 13.10.2025
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Endlich was zu essen: Spezialnahrung von UNICEF für ein mangelernährtes Kind im zentralen Gazastreifen (Foto: © UNICEF/UNI851516/Eyad El Baba)
Endlich was zu essen: Spezialnahrung von UNICEF für ein mangelernährtes Kind im zentralen Gazastreifen (Foto: © UNICEF/UNI851516/Eyad El Baba)

Mir fällt es immer schwerer zu glauben. Nicht weil ich das Gebet verlernt hätte oder den Namen Gottes vergessen hätte, sondern weil ich im Angesicht der Bilder aus Gaza nicht mehr weiß, wie ein Glaube bestehen kann, der nicht auch zittert. Kinder verhungern, verdursten, sterben. Sie sterben im Staub, im Feuer, im Durst, im Nichts. Und sie tun es nicht symbolisch, nicht politisch, nicht moralisch. Sie sterben wirklich. Mit Namen, mit Haut, mit Augen. Das ist nicht erklärbar. Das ist nicht verkraftbar. Das ist kaum schreibbar. Nicht unähnlich ist das Leid der israelischen Eltern, die damit leben müssen, dass ihre Kinder ermordet wurden oder die immer noch die Hoffnung wach halten, ihre verschleppten Kinder lebend wiederzusehen. Und während die Waffen für einen Moment zu schweigen scheinen, während Wasser und Brot vielleicht ihren Weg zu den Durstenden finden, bleibt die Frage: Wie viel Hoffnung hält eine Welt aus, die gelernt hat, das Leid zu überblättern?

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Schlagwörter: Gaza Gott Hoffnung Hunger Kinder Krieg
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