Hilfe für Menschen in der Ukraine
»Gemeinsam können wir alles schaffen«
Die drei Monate in der Ukraine haben meinen Blick auf vieles verändert. Über welche Kleinigkeiten habe ich mich in meinem Leben schon beschwert! Ich schäme mich dafür. Obwohl die eigentliche Front weit weg war, gab es an meinem Einsatzort Ushgorod häufig Fliegeralarm. Mehrmals am Tag und in der Nacht mussten wir in die Bunker gehen. Eine Schauspielertruppe gab dort kurzentschlossen eine Theateraufführung, um uns von unserer Angst abzulenken. Nicht vergessen werde ich auch das vier oder fünf Jahre alte Mädchen, das in einer sehr kalten Frühjahrsnacht tapfer vor mir her zum Bunker stapfte. Ich habe in diesen zwölf Wochen viele intensive Beziehungen zu Menschen aufgebaut. Es schmerzt, dass ich sie wieder verlassen musste.
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Heinz Wegerer ist Projektmanager und arbeitet für Unternehmensberater. Der Österreicher aus Linz war auch schon für Einsätze im Jemen und im Irak.

