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Die Zeit desGehorsams läuft ab

Auf dem Mannheimer Katholikentag zeigte sich die Ungeduld im Kirchenvolk. Ob der viel beschworene Dialog mit den Bischöfen gelingt, bleibt offen
von Thomas Seiterich vom 05.06.2012
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Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, der Erfinder des »Dialogprozesses« und Gastgeber des 98. Deutschen Katholikentages in Mannheim, ist normalerweise nicht schlecht im Schönreden von katastrophal blockierten katholischen Kirchenrealitäten. Doch ausgerechnet vor vielen hundert Leuten während des Gala-Abends zum 50. Geburtstag des Zweiten Vatikanischen Konzils entfährt dem Oberhirten ein bitterer, jedoch realitätshaltiger Gedanke: »Der Weg unserer Kirche in die Zukunft scheint verschlossen«, sagt Zollitsch im Bühnennebel und Scheinwerferlicht; denn »dicke und hohe Betonmauern« verstellten den Weg. »Wir müssen deshalb ein Schlupfloch suchen, einen Spalt in der Mauer.« Durch diese versteckte Lücke ziehe die Kirche dann in die Zukunft gemäß dem Mannheimer Motto »Einen neuen Aufbruch wagen«.

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Schlagwörter: Katholikentag Kirchenreform
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