Noch immer trauert eine ganze Stadt
Winnenden am Abend des Gedenktages an den Amoklauf vor einem Jahr in der Albertville-Realschule: In sieben Kirchen läuten an diesem 11. März zeitgleich die Glocken zum Gottesdienst, so auch in Sankt Karl Borromäus, der großen katholischen Stadtkirche. Rund 200 Menschen aus allen Generationen sind allein in dieses Gotteshaus gekommen. Sie beten Psalmen, singen Taizé-Lieder und hören Ausschnitte aus der Passionsgeschichte. Fast könnte man meinen, man sitze in einem ganz normalen Passionsgottesdienst. Vielleicht sind es gerade die alte Tradition, der bekannte Ritus und die vertrauten Worte, in denen viele Menschen an solch einem Tag Halt und Trost finden. Sie trauen der Kirche zu, dass sie glaubhaft mit dem Thema Tod umgehen kann.
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