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Hannah Arendt

»Ich muss verstehen« – das war ihr Leitsatz. Die Regisseurin Margarethe von Trotta drehte einen Film über die Philosophin, die den Eichmann-Prozess beobachtete und von der »Banalität des Bösen« schrieb
von Irene Dänzer-Vanotti vom 11.01.2013
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Einen Film über eine Denkerin? Regisseurin Margarethe von Trotta hat über die unterschiedlichsten Frauen der deutschen Geschichte Filme gemacht, über Rosa Luxemburg, Gudrun Ensslin, über die Widerstandsfrauen der Berliner Rosenstraße und zuletzt über Hildegard von Bingen – und jetzt Hannah Arendt? »Das sind ja Sterngestalten! Habe ich überhaupt ein Recht dazu, mich so einer Frau zu nähern?«, fragt sich die siebzigjährige Margarethe von Trotta. »Man kommt sich ja im Vergleich wie eine Maus vor!« Trotzdem fing sie Feuer und beschäftigte sich fast zehn Jahre lang mit der Philosophin, politischen Analytikerin, der Jüdin, der Berichterstatterin im Prozess gegen Adolf Eichmann, vor allem aber auch mit der Frau, der Liebenden, der Geliebten Hannah Arendt. Der Film sei einer ihrer wichtigsten geworden, sagt Margarethe von Trotta jetzt. Er zeigt die Jahre, in denen Hannah Arendt den Eichmann-Prozess verfolgt und ihr berühmtes Wort von der »Banalität des Bösen« prägte.

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