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Donald Trump wütet gegen Papst Leo XIV.
Narziss und Papstmund

Der US-Präsident inszeniert sich als neuer Jesus und droht Iran mit Vernichtung. Bei so viel Blasphemie darf ein Papst nicht schweigen. Über die Macht des religiösen Widerspruchs.
von Michael Schrom vom 23.04.2026
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Präsident gegen Papst: Donald Trump wütet gegen Papst Leo XIV., weil der seinen Iran-Krieg kritisiert. (Fotomontage: pa/Photoshot; pa/CNP/AdMedia)
Präsident gegen Papst: Donald Trump wütet gegen Papst Leo XIV., weil der seinen Iran-Krieg kritisiert. (Fotomontage: pa/Photoshot; pa/CNP/AdMedia)

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Ob Leo XIV. Donald Trump dankbar ist, wissen wir nicht. Aus Sicht des amerikanischen Präsidenten müsste er es sein. Denn, so Trump: »Wenn ich nicht im Weißen Haus wäre, wäre Leo nicht im Vatikan.« Robert Prevost sei nur gewählt worden, weil er wie Trump Amerikaner sei und die Kardinäle gedacht hätten, dies sei der beste Weg, um mit Präsident Donald J. Trump umzugehen. Doch der Papst sei schwach, ein katastrophaler Außenpolitiker, zu liberal, ein Linker, kurz: eine Gefahr für die Welt.

Nur 40 Minuten nach diesem Tweet legte Trump auf seiner Plattform »Truth social« nach und veröffentlichte ein kitschiges, mithilfe künstlicher Intelligenz erstelltes Bild im Nazarener-Stil, das ihn als Erlöser, Heiland und Arzt zeigt. Die Christusähnlichkeit ist unübersehbar, der Anspruch auch. Die segnende Handauf

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Georg Lechner 27.04.2026, 17:35 Uhr:
Würde Trump den Friedensnobelpreis bekommen, wäre dieser Preis politisch so tot wie die Olympischen Spiele der Antike nach Kaiser Neros Sieg im Wagenrennen oder wie der "Liebe Augustin" nach Verleihung an Javier Solana.

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