Der Bundespräsident sagte vor rund einem Jahr: »Der Islam gehört zu Deutschland«. Geliebt wurde er für diesen wahren Satz nicht. Jetzt kommt der Papst zu Besuch. Und die Deutschen wollen seine Kirche auch lieber auf Abstand halten
Papst Benedikt XVI. im Anflug auf Deutschland: Am Donnnerstag, 22. September, wird er in den späten Vormittagsstunden in Berlin erwartet. Von dort aus wird das Publik-Forum-Reisetagebuch "Der Papst und ich" fortgeführt. Es schreiben neben Britta Baas auch Bettina Röder, Ulrike Greim und Thomas Seiterich (Foto: pa)
Natürlich werden sie wieder jubeln. Die »notorischen Benedetto-Schreier« nennt sie der Theologe Hans Küng genervt im Spiegel-Interview. Die Papst-Fans sind konservativ. Oder einfach nur neugierig auf einen, der durchs Land reist und eine wirklich gute Performance hinlegt. Dafür muss man weiß Gott nicht katholisch sein. Es reicht auch, wenn man Open-air-Konzerte gut findet und den Begeisterungsrausch in der Menge genießt. »Der Papst ist für viele immer noch eine gewisse Identifikationsfigur«, gibt sogar Küng zu: »Er ist eine moralische Instanz, die aber außerordentlich gelitten hat in den Augen anderer.«
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Britta Baas ist Journalistin und Redakteurin von Publik-Forum. Bis zum Sonntag, 25. September, erscheinen weitere Beiträge im Publik-Forum-Reisetagebuch »Der Papst und ich. Auf Deutschlandreise mit Benedikt«. Es schreiben unter anderem Ulrike Greim aus Erfurt, Bettina Röder aus Berlin und Thomas Seiterich aus Freiburg.