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Es gibt Hoffnung

von Günter Heuzeroth
vom 16.04.2020
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Gedankensplitter zu COVID-19

Mit einem großen Erstaunen und einhergehendem Erschrecken blicken die Menschen in diesen Tagen der Krise auf die Bildschirme ihrer Fernseher. Und was sie da so sehen und hören, macht ihnen Angst, und Herzklopfen. Ein winziges und unsichtbares Virus lähmt in unseren modernen Gesellschaften erstmals weltweit das gesamte gemeinschaftliche Leben auf restlos allen Gebieten. Die Hilflosigkeit mit einer einhergehenden Ohnmacht breitet sich über alle und alles flächendeckend aus. Das gab es bis jetzt in unserem modernen Zeitalter noch nicht.

Schauen wir aber in die Geschichte der Menschheit zurück, so entdecken wir allerdings ähnliche Perioden von lebensbedrohlichen Situationen. Die Pest riss, im Mittelalter und noch später, viele Zigmillionen Menschen ins Grab. An Meningitis, Lungenentzündung und offener Tuberkulose zum Beispiel starben unsere Vorfahren noch Anfang des 20. Jahrhunderts in erschreckend großer Anzahl. Das Kindbettfieber raffte Millionen von Müttern dahin, und die Kindersterblichkeit war gnadenlos hoch. Gegen all das Aufgezählte gab es noch keine Medizin. Einen Blick in Statistiken über so viel Tod und Leid, auch der Angehörigen, lassen einem den Atem stocken.

Heute sind diese Krankheiten dank einer ausgereiften Medizin weitgehend im Griff. Aber wie wir es aktuell erleben, ist eben nicht immer ein Heilmittel vorhanden, wenn man es dringend braucht. COVID-19 lässt uns mit einem Erschrecken die Erfahrung machen, dass eben nicht alles immer sofort verhindert werden kann oder heilbar ist.

Aber noch viel, viel mehr bewirkt diese heikle Situation. Sie entschleunigt für die meisten Menschen die aufgedrehte Zeit der täglichen Routine. Wer sonst kaum einmal innehält, kommt jetzt vielleicht zum Nachdenken über den Sinn seines eigenen Lebens, über das Funktionieren unserer menschlichen Gesellschaft in einer globalisierten und immer mehr digitalisierten Welt, die auf dem Wege ist, mit einer künstlichen Intelligenz die gesamte Psyche des Menschen zu verändern. Und damit nicht zuletzt auch seinen religiösen Glauben. Aber trotz alledem wird auch dann das Leben weitergehen!

COVID-19 mit seinen Folgen ist mit Sicherheit ein Ereignis, das im Moment auf der ganzen Welt den Menschen den Atem anhalten und ihn auch sterben lässt. Aber auch ein Weiterleben wird es geben. Unsere Begrenztheit zeigt das unsichtbare Virus aber deutlich auf.

In den Medien wird umfassend und pausenlos über das Virus, die Folgen und den Aufruf zu Verhaltensweisen berichtet, womit alleine aber COVID-19 nicht beizukommen ist. Um seine Ausbreitung zu verhindern, braucht es Disziplin im Verhalten von jedem denkenden Menschen, damit wir nicht eine ähnliche, wenn auch ganz anders gelagerte Tragödie erleben, wie sie die Stadt Dresden am Ende des Zweiten Weltkrieges an einem einzigen Tag über sich ergehen lassen musste.

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Eins ist sicher, es geht in unser globalisierten Welt, um einigermaßen menschenwürdig zu überleben, absolut nicht nur um COVID-19. Es gibt noch unzählige anderen »Viren«, die uns erheblich bedrohen. Wir wissen heute alle, dass weltweit viele Millionen, ja vermutlich Milliarden von Menschen buchstäblich um ihre Existenz kämpfen müssen: um ihre Nahrung, Gesundheit, ihre Freiheit, um ihre Würde, um Frieden ohne den Krieg – und letztlich um ihr Leben. Und es ist nicht sicher, ob wir bald mehr oder weniger auch zu denen gehören. Für viele ist es schon länger ein erbärmlicher Kampf. Angesichts dessen, dass wir in unserer Wohlstandsgesellschaft weitgehend das alles haben, muss uns alle diese Situation absolut zur Mission werden, diese prekäre Situation mit allen erdenklich möglichen Mitteln mit Nachdruck mit zu verändern.

Es wird eine Zeit nach der Zeit von COVID-19 geben. Das, was wir in dieser Krise an Nähe und Hilfsbereitschaft einer zum anderen hin verspürt und auch selbst gegeben haben, sollte uns ermutigen, auch nach dieser Krise von COVID-19, diese Werte nach Möglichkeit weiter zu praktizieren und sie lebendig zu halten, damit unser Gesellschaftsleben nachhaltig sich menschenwürdig gestaltet.

Die NATUR hat dem Menschen den Verstand gegeben, so zu handeln, dass die Menschheit sich nicht gegenseitig beschädigt und es nicht zulässt, dass der Planet zugrunde gerichtet wird. Unbedingt muss ein Plan 2 und Plan 3 möglich gemacht werden, der es hergibt, dass alle Menschen ein würdiges Leben führen können. Dieser Plan ist möglich! Es hängt nicht zuletzt von unserem eigenen Verhalten ab, von dem, was wir selbst tun oder unterlassen, damit sich etwas verändert.

Es gibt Hoffnung, dass COVID-19 sich verzieht. Der Frühling steht vor der Tür. Krokus, Gänseblümchen und Weidenkätzchen blühen schon. Vögel zwitschern uns munter und mit uns fröhlich machenden Tönen entgegen. Und die Sonne scheint wohltuend über alles. Das sollte uns bald wieder aus dem uns so lähmenden Gefühl befreien und uns befähigen, mit Entschlossenheit unsere Erfahrungen und Erkenntnisse in dieser Krise in gute Taten umzusetzen. Das wäre schon ein kleiner Teil von einem Plan 1.

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Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«

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