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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2013
Vertrauen, verändern, genießen
Margot Käßmann über die Zukunft der Christen
Der Inhalt:
Sozialprotokoll

»Seine Seele ist noch da«

von Barbara Brüning vom 06.12.2013
Maria S. verlor in der 35. Schwangerschaftswoche ihr Baby. Sie hat es geboren und beerdigt. Doch viele verstehen ihre Trauer nicht

Ich saß im Schneidersitz auf dem Sofa, hatte das Fotoalbum auf dem Schoß und klebte Bilder ein. Damals war ich in der 35. Schwangerschaftswoche, gehörte keiner Risikogruppe an und bei den Vorsorgeuntersuchungen war bislang nichts Besonderes aufgefallen. Mein Mann war mit unserer Tochter, die damals knapp zwei war, nebenan beim Spielen. Plötzlich hatte ich das Gefühl, es sei etwas ganz Schlimmes passiert. Ich war ganz durcheinander und besorgt wegen des Babys. Aber bloß wegen so eines Gefühls kann man ja nicht den Notarztwagen rufen. Im Nachhinein bin ich fast sicher, dass es in diesem Moment passiert ist.

Natürlich habe ich an den Bauch geklopft, um zu sehen, ob es dem Baby gut geht. Und ich habe auch eine Reaktion gespürt – oder bilde es mir ein. Es kann aber auch ein Reflex gewesen sein oder ein unwillkürliches Zucken. Jedenfalls habe ich bi

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