Pro und Contra
Prostitution weltweit legalisieren?
Ja, das schützt die Prostituierten
Nicht die Prostitution an sich gilt es zu bekämpfen, sondern den Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung! Prostitution ist erfahrungsgemäß durch Verbote nicht aus der Welt zu schaffen, sondern wird dadurch in die Illegalität abgeschoben. Die Opfer von Menschenhandel werden damit kriminalisiert und sind der Gewalt und Ausbeutung noch schutzloser ausgeliefert. In der Illegalität haben sie noch weniger Möglichkeiten, auf sich und ihre Situation aufmerksam zu machen. Menschenhändler sowie Bordellbetreiber, die Minderjährige zur Sexarbeit beschäftigen, müssen stärker verfolgt und bestraft werden. Für Freier, die wissentlich Sex mit Opfern von Menschenhändlern und mit Minderjährigen haben, gilt das ebenso. Einnahmen, die dadurch erzielt werden, sind zu beschlagnahmen und der Arbeit mit den Opfern zur Verfügung zu stellen.
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Susanne Kahl-Passoth, geboren 1948, war bis 2013 Direktorin des Diakonischen Werks Berlin-Brandenburg. Die Pfarrerin ist Vorsitzende des Deutschen Frauenrates.
Lea Ackermann,
geboren 1937, ist
Ordensschwester und Gründerin des Projekts Solwodi, das sich für Frauen in Notlagen
engagiert.
