Der Dünensänger
Eckart Strate spielt Gitarre und singt. Aber noch bevor er loslegt – leichte Brise aus Ost, die Morgensonne blendet –, also noch bevor der weißhaarige, aber drahtige Mann den ersten a-Moll-Akkord des Dünensingens auf Spiekeroog geschlagen hat, da hat’s schon angefangen, mit ihm zu tanzen: Der blanke Fuß im legeren Bootsschuh schwingt vom Ballen auf die Zehen und zurück, der andere tippt den Takt, der wiegende Rhythmus hat Strate erfasst, und das arme Büschel Dünengras, das sich verängstigt im Sand festzukrallen versucht, hat keine Chance mehr.
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
