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Tödliche Schüsse in Stade
Es war kein Sorgerechtsstreit

Ein Mann erschießt sechs Menschen, die ein Kind schützen wollten. Der Fall zeigt: Noch immer wird männliche Gewalt unterschätzt und verharmlost. Ein Kommentar.
von Daniela Ordowski vom 07.07.2026
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Blumen an der Jugendeinrichtung: Menschen zeigen ihre Anteilnahme (Foto: PA/DPA/Kai Moorschlatt)
Blumen an der Jugendeinrichtung: Menschen zeigen ihre Anteilnahme (Foto: PA/DPA/Kai Moorschlatt)

Ein Sorgerechtsstreit. So heißt es nun in vielen Medien nach den tödlichen Schüssen von Stade. Der Begriff suggeriert einen Konflikt auf Augenhöhe, einen eskalierenden Streit. Tatsächlich wurden sechs Menschen in Stade ermordet, die den staatlichen Auftrag hatten, ein Kind zu schützen. Wer daraus einen Streit macht, verschiebt den Fokus: weg vom Täter, hin zu einem vermeintlich wechselseitigen Konflikt. Für viele Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter ist, was in Stade geschah, kein unvorstellbarer Einzelfall. Bedrohungen und Übergriffe gehören für viele zum Alltag.

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