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Frieden schaffen ohne Religion

Das Ende des Dreißigjährigen Krieges bietet eine Blaupause für die Lösung heutiger Konflikte
von Alexander Schwabe vom 25.05.2018
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Plötzlich war die alte Schärfe da. Jene Entschiedenheit, in der in den 1980er-Jahren heftig über Krieg und Frieden, Pazifismus und Waffengewalt gestritten wurde, als es etwa um den Nato-Doppelbeschluss und die atomare Aufrüstung ging. Udo Steinbach, der mehr als dreißig Jahre das Orient-Institut in Hamburg geleitet hat, griff den EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm wegen dessen Haltung in der Syrienfrage an: »Ich finde Ihre Position extrem schwach«, hielt er dem Bischof vor. »Wo sind die Kirchen geblieben?«, fragte Steinbach aufrüttelnd. Sie hätten sich wie die gesamte Gesellschaft in einer »Attitüde der Bequemlichkeit« eingerichtet.

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