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Sufi-Mystik und befreite Hymnen

von Stefan Franzen vom 13.05.2016
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Jazz. Schon als er ein kleiner Junge war, gingen die Hymnen der norwegischen Kirche Tord Gustavsen in Fleisch und Blut über. Für seine Jazzkarriere waren sie dem Pianisten ein wesentlicher Nährboden. Doch Gustavsen entwickelte auch seine Spiritualität weiter, interessierte sich für die Mystik anderer Religionen, studierte Sufi-Gedichte. Eines Tages hörte er eine Stimme, die kristallklar und empfindsam in einer fremden Sprache sang: Die Sängerin Simin Tander trug ihre Kompositionen in Paschtu, der Sprache ihres afghanischen Vaters, vor. Beides, Stimme und Sprache, ließen Gustavsen nicht mehr los. In ihm reifte die Idee, die liturgische Musik Norwegens mit dem Klang dieses so fremden und faszinierenden Idioms zu paaren.

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