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»Wie krieg ich Frieden? «

Die weltweiten Konflikte sind in den Klassenzimmern angekommen. Warum die Friedenserziehung hierzulande immer wichtiger wird
von Bettina Röder vom 13.04.2018
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Da sitzen sie in diesem Schulraum um den Tisch. Frühjahrssonne fällt durch die Fenster, draußen grünt ein kleiner Park. Was die Schüler der siebenten Klasse der Gesamtschule hier in der Saalestadt Halle in Sachsen-Anhalt bewegt, ist alles andere als hell: Es geht um den Syrienkrieg, die schrecklichen Bilder im Fernsehen. Von getöteten und fliehenden Menschen, darunter auch viele Kinder. »Ohne Frieden kann man nicht leben«, sagt der 13-jährige Tom mit den wachen Augen und dem rot-schwarz karierten Hemd überzeugt. Seine Mitschülerin Lea will am liebsten die Bilder im Fernsehen nicht mehr sehen. »Das macht so hilflos, wenn man zusehen muss, wie Menschen sterben«, sagt sie. Doch auch über Waffenexporte wissen sie Bescheid, über fremde Länder, die sich in den Syrienkrieg einmischen. Dann sind sie schon bald bei den Terroranschlägen weltweit, die ihnen Angst machen, aber auch beim Zusammenhang von Frieden und Gerechtigkeit. Es geht um Armut und Not der Kinder in Äthiopien. Mit Spenden haben die Schülerinnen und Schüler geholfen. In einer Stadt wie Halle, in der vierzig Prozent der Kinder selbst in Armut leben.

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