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Wenn der Rechtsstaat versagt

Kirchenasyle sind sprunghaft gestiegen – und nötiger denn je
von Bettina Röder vom 14.03.2014
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Mit dem Rechtsstaat hat das wenig zu tun: Die Polizei kommt in den frühen Morgenstunden, zerrt die Kinder aus dem Bett, führt sie mit ihren Eltern ab wie Schwerverbrecher. In Berlin waren es jüngst sogar behinderte Kinder. Sie werden ins Flugzeug verfrachtet und landen dann in dem sogenannten sicheren Drittstaat, den sie in Europa zuerst betreten haben. Oder gleich da, wo sie hergekommen sind, im Bürgerkrieg, im Elend – dort, wo sie nicht länger leben wollten oder konnten. Für die Kinder ist das oft ein fremdes Land. »Abschiebung«, heißt diese Praxis im Amtsdeutsch. Die einzige Rettung davor ist oft das Kirchenasyl.

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