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Pro und Contra
Mit dem IS verhandeln?

Vor einem Jahr noch galt die Frage, ob man mit dem »Islamischen Staat« reden sollte, als ketzerisch. Heute aber fordern das immer mehr Experten – zuletzt der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger. Muss man angesichts der ausweglosen Lage in Syrien auch mit der Terrormiliz verhandeln?
vom 26.02.2016
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Ja, es hilft nicht, den IS nur zu verteufeln

Wer Frieden will, muss mit seinen Feinden verhandeln, nicht nur mit seinen Freunden. Das setzt Mut voraus. Doch wenn alle Beteiligten an einen Tisch gehören, warum dann nicht auch der IS? Wie soll es ohne ihn einen Waffenstillstand geben? Manche sagen, der IS wolle gar nicht verhandeln. Aber können wir uns da sicher sein? Es gibt in der langen Geschichte von Terrorgruppen wie etwa der IRA in Nordirland oder der Taliban in Afghanistan das immer wiederkehrende Argumentationsmuster: Sie seien so übel, dass man nicht mit ihnen verhandeln könne; und außerdem wollten sie das auch gar nicht. Schließlich kam es dann doch stets zu Verhandlungen, allerdings erst nach dem unnötigen Tod vieler Menschen.

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