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Tareq Alaows

Trotz der Verfolgung in Iran werden kaum noch Geflüchtete anerkannt, so der Sprecher von »Pro Asyl«
vom 19.02.2026
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Tareq Alaows (Foto: pa/ Panama Pictures)
Tareq Alaows (Foto: pa/ Panama Pictures)

Tareq Alaows, flüchtlingspolitischer Sprecher des Vereins Pro Asyl, kritisiert, dass die Anerkennungsquote von Flüchtlingen aus Iran trotz der brutalen Verfolgung der Opposition dort stark gesunken ist. 2023 hätten noch 45 Prozent der Geflüchteten aus Iran einen Schutzstatus in Deutschland bekommen; 2024 seien es noch 37 Prozent und 2025 nur noch 27 Prozent gewesen. Die Anerkennungspraxis des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge »vernachlässigt die Betroffenen, verneint die systematische Gewalt der iranischen Regierung und überfordert die Gerichte«, kritisierte Alaows. Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres hätten Verwaltungsgerichte über mehr als 5000 Klagen von Iranerinnen und Iranern entschieden. Die Gerichte hätten rund 40 Prozent der Bescheide des Bundesamts als fehlerhaft korrigiert. Dennoch bezeichne das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge derzeit 7400 Iranerinnen und Iraner als ausreisepflichtig. Alaows forderte einen bundesweiten Abschiebestopp nach Iran und die Aufnahme humanitärer Härtefälle von dort.

Nach Angaben von Mariam Claren von der Menschenrechtsorganisation Háwar.help hat die iranische Regierung im vergangenen Jahr mehr als 2000 Hinrichtungen und 22 000 politisch motivierte Inhaftierungen angeordnet. Insbesondere Frauen, ethnische und religiöse Minderheiten und Protestierende gegen das Regime seien betroffen. Während der Massenproteste gegen das iranische Regime Anfang dieses Jahres seien mehr als 33 000 Menschen getötet und rund 330 000 verletzt worden. Jeden Tag erreichten die Hilfsorganisation »eine zwei- bis dreistellige Zahl von Hilferufen« nach Verhaftungen. Vielen Inhaftierten drohe die Todesstrafe

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