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Maria Montserrat Alvarado

Die Managerin beim weltweiten, konservativen Fernseh-Imperium EWTN wird neue Kommunikations-Chefin im Vatikan.
vom 04.06.2026
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»Montse« Alvarado (Foto: pa/reuters/Guglielmo Mangiapane)
»Montse« Alvarado (Foto: pa/reuters/Guglielmo Mangiapane)

Maria Montserrat Alvarado wird neue Chefin des vatikanischen Medienapparats. Papst Leo XIV. hat die gebürtige Mexikanerin als erste Nicht-Ordensfrau an die Spitze eines vatikanischen Ministeriums berufen. Ab November wird »Montse« Alvarado das einflussreiche »Dikasterium für Kommunikation« leiten. Damit hat sie die Oberaufsicht über den vielsprachigen Internet-Auftritt Vatican News, das Pressezentrum des Vatikans, Radio Vatikan, die Zeitung Osservatore Romano, Vatican Media (Foto-Service, Audio und Video), die Vatikanische Verlagsbuchhandlung, die Vatikanische Druckerei sowie die Vatikanische Filmothek. Alvarado folgt auf Paolo Ruffini, der seinerseits vor acht Jahren als erster Nicht-Geweihter ein Vatikan-Dikasterium übertragen bekommen hatte.

2008 in den USA eingebürgert, hat Alvarado in Florida und Washington Politikwissenschaften studiert und dann 14 Jahre bei einem großen Anwaltsbüro gearbeitet, das Klienten in ihrem Recht auf freie Religionsausübung betreut. Alvarado war Leiterin dieser gemeinnützig verfassten Organisation, als sie Anfang 2023 selber ins »religiöse« Fach wechselte: Sie wurde Chefin bei »EWTN News«, der journalistischen Sparte des wohl weltgrößten katholischen Fernseh-Imperiums »Eternal Word Television Network«. Nach eigenen Angaben erreicht das US-amerikanische Unternehmen 250 Millionen Menschen in aller Welt. Zu EWTN gehört unter anderem die schnell wachsende »Catholic News Agency« (CNA), die auch einen deutschen Ableger hat.

Inhaltlich und kirchenpolitisch fährt das überwiegend spendenfinanzierte EWTN einen dezidiert konservativen Kurs. Mehrfach hetzte und polemisierte es gegen Papst Franziskus wegen dessen angeblichem Verrat an »echter« römisch-katholischer Tradition. Franziskus, voller Zorn, warf dem Portal üble Nachrede vor. EWTN ist gerade in Rom bestens vernetzt und einflussreich. Es behauptet eine völlige Treue zum Lehramt und stellt sich kämpferisch gegen »weltliche« Medien und solche, die es für »links« hält. Gerne bietet es ähnlich gesinnten Bischöfen, auch den deutschen Kritikern des Synodalen Wegs, eine große Bühne, weit über das eigene Land hinaus.

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Schlagwort: Vatikan
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