Luisa Neubauer
Luisa Neubauer, Klimaaktivistin, fordert die Bundesregierung auf, einen Hitzeschutzgipfel einzuberufen. Es sei nicht entschuldbar, dass ein solches Treffen bisher noch nicht stattgefunden habe, sagte sie auf einer Demonstration in Berlin. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) starben in diesem Jahr bislang rund 11 900 Menschen infolge hoher Temperaturen. Hätte eine andere Katastrophe so viele Menschenleben gefordert, kritisierte Neubauer, wären »Himmel und Hölle in Bewegung«. Die Klimaaktivistin warf Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Ignoranz vor. Dass ihm fast 12 000 Hitzetote »kein einziges Wort wert sind, beschämt mich«, sagte Neubauer. Im Interview mit dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) betonte die Klimaaktivistin: »Wir sind schockiert, dass die Resonanz seitens der Bundesregierung praktisch komplett ausfällt«. Das Gefährliche an der Hitze sei, »dass sie leise kommt«. Jene, die am meisten durch die Hitze gefährdet sind – alte Menschen, Schwangere, kleine Kinder und Babys – hätten keine körperlichen Möglichkeiten, um sich besser anzupassen. Ihr Leid sei oft nicht sichtbar. »Es ist leicht für politische Entscheider, das zu ignorieren«.

Personen und Konflikte