Ingrid Robeyns
Ingrid Robeyns, Wirtschaftswissenschaftlerin und Professorin für Ethik an der Universität Utrecht, warnt vor den zerstörerischen Folgen extremen Reichtums. Elon Musk, der erste Billionär der Welt, habe mit seinem SpaceX-Börsengang »eine neue Phase des oligarchischen Endspiels« begonnen. Die Konzentration von Geld und Macht in den Händen von Oligarchen führe zur Beendigung humanitärer Bemühungen und zur Zerstörung von Demokratien, sagte Robeyns der Katholischen Nachrichten Agentur.
Extreme Vermögenskonzentration stehe für extreme Macht. Diese nutze Musk, um rassistische, fremdenfeindliche und transphobe Stimmung zu schüren. Damit heize er irrationale Ängste an, die Wähler »zur radikalen Rechten und zum Faschismus treiben«, so die Professorin.
Außerdem bemängelt Robeyns fehlende Steuergerechtigkeit, da Milliardäre oft deutlich niedrigere effektive Steuersätze zahlen als die Allgemeinheit. Extremer Reichtum sei zudem Verschwendung: »Es macht keinen Sinn, so viel Geld zu besitzen, und es ist skandalös, dass so viele Menschen vorzeitig sterben oder ein Leben voller Einschränkungen führen, nur weil die Reichsten den Löwenanteil des Reichtums für sich beanspruchen«.

Personen und Konflikte