Fachwissen allein reicht nicht
Seinen fünfzigsten Geburtstag wird der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) nicht mehr erleben. Denn Dirk Niebel ließ als zuständiger Minister im letzten Jahr den Freiwilligendienst von der Expertenorganisation Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) schlucken. Die Begründung für das Ende des eigenständigen DED lautet: Man wolle Doppelstrukturen »drinnen und draußen« vermeiden, um eine Entwicklungszusammenarbeit »aus einem Guss« zu erreichen. Diese Begründung mag auf den ersten Blick plausibel erscheinen; einer fundierten Analyse hält sie jedoch nicht stand. Richtig wäre diese Begründung nur, wenn sich der Entwicklungsdienst in Zielen und Arbeitsweise nicht von der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit unterschieden hätte. Im Unterschied zu ihr war der DED aber nie ein »Unternehmen«, sondern ein »Freiwilligendienst«.
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