Ungewohnter Gegenwind
Als im November die künftigen Koalitionspartner von SPD, Grünen und FDP über ein neues Infektionsschutzgesetz berieten, gab es zwischendurch hektische Telefonate zwischen den Vertretungen der Kirchen in Berlin und und den Abgeordneten im Bundestag. Das Gesetz sah vor, dass die Bundesländer bei steigenden Infektionszahlen nicht mehr von sich aus Schulen, Gaststätten, Geschäfte schließen konnten – von den Kirchen aber war nicht die Rede. Weil die Freiheit zum Konsum dem neuen Ampel-Bündnis wichtiger war als die Freiheit zum Gottesdienst? Rasch klärte sich auf: Es war ein Versehen. Wobei auch das zeigt, dass es zugig wird für die größten Glaubensgemeinschaften im Land: Ups, ach ja, die Kirchen. Hatten wir glatt vergessen.
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