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Ungewohnter Gegenwind

Das neue Ampelbündnis wird auf die Vorstellungen der Kirchen nicht so viel Rücksicht nehmen wie die große Koalition. Das ist gar nicht so schlecht. Ein Kommentar
von Matthias Drobinski vom 30.11.2021
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Neu auf dem Predigtplan: Das kirchliche Arbeitsrecht. (Zeichnung: Thomas Plassmann)
Neu auf dem Predigtplan: Das kirchliche Arbeitsrecht. (Zeichnung: Thomas Plassmann)

Als im November die künftigen Koalitionspartner von SPD, Grünen und FDP über ein neues Infektionsschutzgesetz berieten, gab es zwischendurch hektische Telefonate zwischen den Vertretungen der Kirchen in Berlin und und den Abgeordneten im Bundestag. Das Gesetz sah vor, dass die Bundesländer bei steigenden Infektionszahlen nicht mehr von sich aus Schulen, Gaststätten, Geschäfte schließen konnten – von den Kirchen aber war nicht die Rede. Weil die Freiheit zum Konsum dem neuen Ampel-Bündnis wichtiger war als die Freiheit zum Gottesdienst? Rasch klärte sich auf: Es war ein Versehen. Wobei auch das zeigt, dass es zugig wird für die größten Glaubensgemeinschaften im Land: Ups, ach ja, die Kirchen. Hatten wir glatt vergessen.

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Schlagwort: Kirchen
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