Krieg in Äthiopien
Es droht ein zweites Ruanda
von
Dominic Johnson
vom 03.12.2021
Vertrieben: Mehr als eine Million Menschen aus der umkämpften Region Tigray sind auf der Flucht. Doch auch in anderen Landesteilen sind sie nicht in Sicherheit. (Foto: PA/AP/Ben Curtis)
Wenn eine Regierung einen Teil der eigenen Bevölkerung nach ethnischen Kriterien zum Feind erklärt, müssten eigentlich alle Alarmglocken schrillen. Ein solches Vorgehen, das zeigt der Völkermord an Ruandas Tutsi 1994, kann zum Genozid führen. Die kollektive Verteufelung einer Bevölkerungsgruppe und das Aufhetzen der Bevölkerungsmehrheit gegen diese Gruppe muss zwar nicht zwangsläufig zum Völkermord führen – aber für einen Genozid gehört es zur notwendigen Vorbereitung.
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Datum der Erstveröffentlichung: 03.12.2021
Dominic Johnson ist seit 1990 Afrikaredakteur der taz und leitet deren Auslandsressort.
Dominic Johnson ist seit 1990 Afrikaredakteur der taz und leitet deren Auslandsressort.

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