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Nationalsozialismus
Pfarrer Becke und die Nazis in seiner Verwandtschaft

Ein Brief an Himmler, schwärmerische Worte über das KZ Dachau: Ulrich Becke erfährt durch seine Recherche Unglaubliches über seine Verwandtschaft. Was hat die Vergangenheit mit ihm zu tun?
von Michael Schrom vom 08.09.2026
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Fand bei seiner Familien-Recherche bekennende Christen und überzeugte Nazis: Ulrich Becke (Foto: Yvonne Schwehm / Ypspunkt.de)
Fand bei seiner Familien-Recherche bekennende Christen und überzeugte Nazis: Ulrich Becke (Foto: Yvonne Schwehm / Ypspunkt.de)

Da ist dieses Foto, vermutlich aus dem Jahr 1936, das Ulrich Becke nicht mehr loslässt. Es zeigt zwei große Männer im schwarzen Mantel, der eine in SS-Uniform, der andere offensichtlich sein Adjutant. Sie graben nach Maulwürfen im Garten des Dorfschullehrers Karl Graulich in Burg-Gemünden, einem Dorf in Oberhessen, das zu jener Zeit knapp 700 Einwohner zählte. Karl Graulich war der Großvater von Ulrich Becke. Den Garten kennt er seit Kindesbeinen. In Burg-Gemünden ist er aufgewachsen, dort hat er in den späten 1950er-Jahren seine Kindheit und Jugend verbracht, bevor er nach Marburg zum Theologiestudium ging. Nach Promotion und Ordination war Becke 37 Jahre lang evangelischer Pfarrer in der Kurstadt Bad Nauheim. Seit 2019 ist er in Pension und tut das, was Millionen Deutsche gerade tun: Sie erforschen die Geschichte ihrer Familie während der Nazizeit.

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