Kuba
Die Jungen begehren auf
Padre Rolando Montes de Oca verglich die inselweiten Proteste vom 11. Juli mit einem Dampfkochtopf, der in die Luft gegangen ist. »Jahre, in denen man nicht sagen durfte, was man denkt und fühlt, haben sich entladen«, so der Geistliche des Erzbistums Camagüey in einem Video auf der Homepage der päpstlichen Nachrichtenagentur RomeReports. Zur Initialzündung wurde ein Protestzug in San Antonio de los Baños, einem Vorort von Havanna, am 11. Juli. Die Bilder gingen über Whatsapp und andere Messenger-Dienste viral und lösten eine Protestwelle aus, die es in Kuba seit der Revolution von 1959 noch nicht gegeben hat. Parolen wie »Vaterland und Leben«, »Es reicht«, »Tretet zurück« waren zu sehen. Tausende gingen auf die Straßen, um ihren Unmut über die ökonomische Situation, aber eben auch über die Regierung kundzutun.
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Knut Henkel ist freier Journalist aus Hamburg und berichtet regelmäßig aus Lateinamerika.

