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Einbürgerung
Immer mehr Menschen wollen Deutsche werden

Die Zahl der Einbürgerungen steigt. Auch immer mehr US-Amerikaner und Russen beantragen einen deutschen Pass.
vom 10.06.2026
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Immer mehr Zuwanderer beantragen einen deutschen Pass. (Foto: PA/ASSOCIATED PRESS)
Immer mehr Zuwanderer beantragen einen deutschen Pass. (Foto: PA/ASSOCIATED PRESS)

Mehr als 330 000 Menschen haben sich im vergangenen Jahr bewusst entschieden, Deutsche zu werden. Die Zahl der Einbürgerungen erreichte damit einen Höchststand. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg sie um 14 Prozent. Rund 65 000 Neubürger stammen aus Syrien. Syrer stellen damit die größte Gruppe der Eingebürgerten, im Vergleich zum Vorjahr sind Anträge von Syrern aber rückläufig. Zugenommen hat die Zahl eingebürgerter Türken. Das Bundesamt vermutet, dass dies daran liegt, dass es inzwischen grundsätzlich möglich ist, die frühere Staatsbürgerschaft zu behalten. Praktisch verdoppelt haben sich Einbürgerungsanträge von Zuwanderern aus Russland und den USA. Die überwiegende Mehrheit der Neubürger lebt seit mindestens fünf Jahren in Deutschland, viele deutlich länger. Sogenannte Turboeinbürgerungen, die künftig nicht mehr möglich sind, gab es kaum. Dennoch lehnt die AfD, die Zugewanderten sonst mangelnde Integration vorwirft, Einbürgerungen ab. Die Partei erklärte, statt »Masseneinbürgerungen« brauche Deutschland eine »konsequente Rückführungspolitik«.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 11/2026 vom 12.06.2026, Seite 33
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