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Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
»Die FDP darf keine AfD-light werden«

Wie kommt die FDP aus der Existenzkrise? Nicht, indem sie Populisten kopiert, sagt die Ex-Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Ein Gespräch über das Elend der Ampel, Wolfgang Kubicki und politischen Liberalismus heute.
von Constantin Wißmann vom 16.04.2026
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Was rettet die FDP?Ein »eigenständiges Angebot, das wirtschaftliche Vernunft mit Offenheit, Pluralität und Rechtsstaatlichkeit verbindet«, sagt Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (Foto: IMAGO/Political-Moments)
Was rettet die FDP?Ein »eigenständiges Angebot, das wirtschaftliche Vernunft mit Offenheit, Pluralität und Rechtsstaatlichkeit verbindet«, sagt Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (Foto: IMAGO/Political-Moments)

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Publik-Forum: Frau Leutheusser-Schnarrenberger, die FDP steckt in ihrer tiefsten Krise – und ausgerechnet Wolfgang Kubicki soll sie wieder herausführen. Kubicki blinkt gern mal nach rechts, Sie gehörten stets dem linksliberalen Flügel der Partei an. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Kubicki seine Kandidatur bekannt gab?

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger: Überrascht hat mich dieser Schritt nicht. Wolfgang Kubicki hat ja immer wieder seinen politischen Abschied angekündigt – und dann wieder Verantwortung übernommen. Wir haben Differenzen, aber: Ihm liegt, wie auch mir, der politische Liberalismus am Herzen. Und jetzt geht’s ums Ganze für die FDP, darum, ob es die Partei künftig überhaupt noch geben wird. Insofern war seine Kandidatur für mich folger

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Hermann Pütter 15.05.2026:
Ich war kein FDP-Wähler. Besonders die Lindner-Ära des Hyperliberalismus hat mich abgestoßen. Vielleicht ist es da verwunderlich, dass ich mir eine starke liberale Partei wünsche; auf Augenhöhe mit unseren »Volksparteien«. Populismus, Lügenpropaganda in allen Medien, Ressentiments, Desinteresse und Hass breiten sich aus. Das Gefühl, dass Politik nicht in den gewählten Gremien, sondern in Bürokratien, von mächtigen Einflüsterern und von einer zusehends übermächtigen Judikative gemacht wird, fördert diese Entwicklung. Um da eine Trendwende zu erreichen, müssen Bürgerinnen und Bürger spüren, dass sie wirksam sein können. Dass ihre Wählerstimme Sinn macht und ihr Engagement nicht an einer Gummiwand abprallt (siehe Fridays for Future). Freiheit hieße also, Gestaltungsmöglichkeit zu haben und ernst genommen zu werden. Freiheit hieße, dass die Kraft des besseren Arguments wirksam ist. Eine Partei, die sich konsequent auf wenige Prinzipien konzentriert und keine Klientelpolitik betreibt, zwänge die beiden »Volksparteien« zu mehr Ehrlichkeit und Rationalität.

Georg Lechner 15.04.2026, 17:41 Uhr:
Als Österreicher gesagt: Die Neos taugen nur bedingt als Vorbild. Sie haben während der Kurz/ Strache - Koalition mit für die EU-Rechts - widrige Möglichkeit einer 60-Stunden Woche (gegenüber maximal 48 Stunden laut EU) gestimmt.
Gesellschaftspolitisch liberal ist durch das propagandistische Dauerfeuer der Rinnsteinblätter unter Druck, wirtschaftsliberal wird on der Bevölkerung nicht unbedingt goutiert (Ruf der FDP als "Zahnärztepartei")

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