Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
»Die FDP darf keine AfD-light werden«

Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden

Weiterlesen mit Ihrem Digital-Zugang:

Weiterlesen mit Ihrem Digital-Zugang:
Weiterlesen mit Ihrem Digital-Upgrade:
- Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
- Mehr als 34.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
- Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
- 4 Wochen kostenlos testen
Jetzt direkt weiterlesen:
- diesen und alle über 34.000 Artikel auf publik-forum.de
- die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper
- 4 Wochen für nur 1,00 €
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
Publik-Forum: Frau Leutheusser-Schnarrenberger, die FDP steckt in ihrer tiefsten Krise – und ausgerechnet Wolfgang Kubicki soll sie wieder herausführen. Kubicki blinkt gern mal nach rechts, Sie gehörten stets dem linksliberalen Flügel der Partei an. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Kubicki seine Kandidatur bekannt gab?
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger: Überrascht hat mich dieser Schritt nicht. Wolfgang Kubicki hat ja immer wieder seinen politischen Abschied angekündigt – und dann wieder Verantwortung übernommen. Wir haben Differenzen, aber: Ihm liegt, wie auch mir, der politische Liberalismus am Herzen. Und jetzt geht’s ums Ganze für die FDP, darum, ob es die Partei künftig überhaupt noch geben wird. Insofern war seine Kandidatur für mich folger
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ist Juristin und seit 1978 Mitglied der FDP. Von 1992 bis 1996 und von 2009 bis 2013 war sie Bundesjustizministerin; 1996 trat sie aus Protest gegen den von der Regierung Helmut Kohl beschlossenen »Großen Lauschangriff« zurück. Bis März 2026 war sie stellvertretende Vorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung für Freiheit.




Hermann Pütter 15.05.2026:
Ich war kein FDP-Wähler. Besonders die Lindner-Ära des Hyperliberalismus hat mich abgestoßen. Vielleicht ist es da verwunderlich, dass ich mir eine starke liberale Partei wünsche; auf Augenhöhe mit unseren »Volksparteien«. Populismus, Lügenpropaganda in allen Medien, Ressentiments, Desinteresse und Hass breiten sich aus. Das Gefühl, dass Politik nicht in den gewählten Gremien, sondern in Bürokratien, von mächtigen Einflüsterern und von einer zusehends übermächtigen Judikative gemacht wird, fördert diese Entwicklung. Um da eine Trendwende zu erreichen, müssen Bürgerinnen und Bürger spüren, dass sie wirksam sein können. Dass ihre Wählerstimme Sinn macht und ihr Engagement nicht an einer Gummiwand abprallt (siehe Fridays for Future). Freiheit hieße also, Gestaltungsmöglichkeit zu haben und ernst genommen zu werden. Freiheit hieße, dass die Kraft des besseren Arguments wirksam ist. Eine Partei, die sich konsequent auf wenige Prinzipien konzentriert und keine Klientelpolitik betreibt, zwänge die beiden »Volksparteien« zu mehr Ehrlichkeit und Rationalität.
Georg Lechner 15.04.2026, 17:41 Uhr:
Als Österreicher gesagt: Die Neos taugen nur bedingt als Vorbild. Sie haben während der Kurz/ Strache - Koalition mit für die EU-Rechts - widrige Möglichkeit einer 60-Stunden Woche (gegenüber maximal 48 Stunden laut EU) gestimmt.
Gesellschaftspolitisch liberal ist durch das propagandistische Dauerfeuer der Rinnsteinblätter unter Druck, wirtschaftsliberal wird on der Bevölkerung nicht unbedingt goutiert (Ruf der FDP als "Zahnärztepartei")