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Ramadan: Dem Abend entgegen

Der Ramadan hat begonnen. Für Muslime heißt das: Dreißig Tage nichts essen und nichts trinken vor Sonnenuntergang. Kein Grund, sie zu bemitleiden, sagen sie. Sie freuen sich darauf. Warum das so ist, erzählt Idris Nassery
von Anne Strotmann vom 06.06.2016
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Idris Nassery ist als Kind aus Afghanistan geflohen. Heute ist er Jurist und Theologe und sagt: "Ramadan ist gemeinsames Unterwegssein" (Foto: Charlene Louw)
Idris Nassery ist als Kind aus Afghanistan geflohen. Heute ist er Jurist und Theologe und sagt: "Ramadan ist gemeinsames Unterwegssein" (Foto: Charlene Louw)
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Ich werde oft gefragt, was der Ramadan für mich bedeutet. Aber es ist so schwierig, etwas zu vermitteln, was ein anderer nie selber erlebt hat. Als wenn ich jemandem beschreiben müsste, wie Wackelpudding schmeckt, der ihn noch nie probiert hat.

Wir Muslime fasten dreißig Tage, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Es hängt vom Stand des Mondes ab: In diesem Jahr beginnt der Ramadan am 6. Juni und endet am 5. Juli. Das Ende wird eingeläutet, wenn der abnehmende Mond nicht mehr zu sehen ist.

Die ersten Tage sind immer sehr anstrengend, und man denkt: Das schaff ich nicht. Oft fehlt mir die Konzentration, wenn ich faste. Ich bin Jurist und Theologe und arbeite an der Uni. Während des Fastens fällt es mir schwer, tagsüber Vorträge zu halten, und ich versuche es zu vermei

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