Die Gülen-Bewegung im Visier
Der Theologe Selçuk Dogruer wiegelt ab. Gewalt gegen Anhänger des von der türkischen Regierung verfemten Predigers Fetullah Gülen? Doch nicht von Ditib-Mitgliedern. Selçuk Dogruer, Jahrgang 1983 und aufgewachsen in Friedrichshafen am Bodensee, leitet den Moscheeverband Ditib in Hessen. Die Landes-Ditib bildet einen Arm des türkischen Diyanet, des »Nationalen Amtes für die Religion«. Es residiert in der Hauptstadt Ankara wie ein Ministerium neben einem Oberkommando der Streitkräfte und zählt zum Machtzirkel der Türkischen Republik. Diyanet, so erklärt Dogruer, der in Damaskus und Rotterdam Islamische Theologie studierte, »bildet die untrennbare Verbindung von Türkentum und Islam«.
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