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Streit über die Widerspruchslösung

Spenderorgane sind knapp. Können andere Regeln der Organspende und bessere Abläufe in den Kliniken das ändern?
von Barbara Tambour vom 21.12.2018
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Tiefstand: Im Jahr 2017 wurden so wenige Organe gespendet und transplantiert wie in keinem der vergangenen zwanzig Jahre. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat deshalb vorgeschlagen, das Spendersystem umzukehren: Bisher gilt als potenzieller Organspender, wer zu Lebzeiten ausdrücklich seine Bereitschaft dazu erklärt hat, etwa indem er einen Organspendeausweis ausgefüllt hat. Außerdem sind Angehörige oder andere bevollmächtigte Personen berechtigt, über eine Entnahme zu entscheiden. Der Gesundheitsminister fordert nun, die sogenannte Widerspruchslösung einzuführen. Sie besagt: Hat der Hirntote einer Organentnahme zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen, können die Organe zur Transplantation entnommen werden. Für diese Regelung spricht: Der Kreis potenzieller Spender würde dadurch erweitert. Länder, in denen die Widerspruchslösung gilt – etwa Österreich, Polen, Spanien, die Slowakei, Irland, Portugal –, haben höhere Transplantationszahlen.

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