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Die Reichen sollen haften

Der Klimagipfel bricht ein Tabu: Erstmals errechnet die UNO die Verluste aus Klimaschäden – und fordert Entschädigung
von Bernhard Pötter vom 06.12.2013
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Es schien wie eine makabre Inszenierung: Kurz vor dem Beginn der UN-Klimakonferenz in Warschau verwüstete der Taifun »Haiyan« ganze Regionen der Philippinen und forderte Tausende von Opfern. »Wir müssen diesen Wahnsinn stoppen«, forderte der philippinische Delegationschef Yeb Sano bei der Eröffnung der Konferenz und begann mit vielen Unterstützern weltweit einen Hungerstreik bis zu einem »bedeutungsvollen Ergebnis«. Und noch in der letzten Minute der Verhandlungen blockierte der sanftmütig-beharrliche Philippiner einen Kompromiss, der ihm zu schwach vorkam. Schließlich stimmten die UN-Staaten einstimmig für ein neues Gremium in den Klimaverhandlungen, das sich mit »Loss and Damage«, Verlust und Schaden, befassen soll. Damit wird nun ernsthaft debattiert, wie Klimaschäden zu vermeiden sind, wie Opfern geholfen werden kann – und irgendwann auch, wer für diese Verluste bezahlen muss.

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