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Kirchenkampf auf Russisch

Wie eine schlechte Amtstheologie die Ökumene vergiftet
von Thomas Seiterich vom 04.12.2009
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»Wir brauchen endlich ein Bündnis der Kirchen gegen Homosexualität, Frauenpriestertum und die westlichen Auflösungserscheinungen des christlichen Lebens« – so hatte Metropolit Kyrill 2007 als starker Mann der Russisch-Orthodoxen Kirche auf der Ökumenischen Versammlung der Europäischen Kirchen im rumänischen Hermannstadt/Sibiu gedonnert. Kaum ein westlicher Protestant widersprach. Doch die konfliktscheue Hoffnung, das patriarchale Getöse Kyrills sei alsbald vergessen, trog. Denn kürzlich ließ das Moskauer Außenamt der von Patriarch Kyrill straff geleiteten russischen Orthodoxie den harten Worten eine Tat folgen: die Aufkündigung der Beziehungen zur Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit der Begründung, die neu gewählte Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischöfin Margot Käßmann, sei eine Frau und obendrein geschieden.

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