Pro und Contra
Palästina als Staat anerkennen?
Ja, denn nur so kann es einen gerechten Frieden geben
Die Umwandlung der von Israel besetzten Gebiete in einen Staat Palästina ist überfällig. Rechtsgrundlage dafür ist – wie für die Gründung Israels – der UN-Beschluss vom 29. November 1947, der das britische Mandatsgebiet Palästina in »unabhängige arabische und jüdische Staaten und eine Internationale Sonderzone für die Stadt Jerusalem« teilte. Die jüdische Seite ergriff die historische Chance und erklärte sich im Mai 1948 zum Staat. Die arabische Seite tat dies damals nicht und wehrte sich gegen die Teilung mit Waffengewalt. Vergebens, denn die jüdische Seite war motiviert und militärisch überlegen: Sie vertrieb Hunderttausende Araber und erweiterte ihr Staatsgebiet über den Teilungsplan hinaus. Der hierbei störende UN-Vermittler Bernadotte wurde im September 1948 erschossen, von einer Gruppe um den späteren Premierminister Schamir.
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Rolf Verleger, geboren 1951, ist Psychologieprofessor in Lübeck. Von 2006 bis 2009 gehörte er dem Zentralrat der Juden in Deutschland an.
Thomas Hoppe, geboren 1956, ist Professor an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg. Er lehrt dort Sozialethik mit dem Schwerpunkt Politische Ethik.
