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Todeszone für Indigene

Globalisierung auf Philippinisch: Die Bergbaukonzerne warten, bis das Militär die Einheimischen vertrieben hat. Die Kirchen protestieren mutig
von Franz Segbers vom 06.11.2015
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Die Philippinen gehören zu den rohstoffreichsten Ländern Asiens. Die ökonomischen Wachstumsraten sind beeindruckend. Doch wer tiefer blickt und sich in den unsichtbaren Maschinenraum des Kapitalismus vorwagt, erschrickt über die Ausbeutung der Arbeiter und die Brutalität gegenüber den Indigenen. Ich habe im Oktober auf Mindanao, der größten Insel der Philippinen, ein Flüchtlingslager besucht, in dem etwa 3000 Indigene, die der Bevölkerungsgruppe der Lumad angehören, Schutz suchten. Sie hatten ihre 26 Siedlungen fluchtartig verlassen, nachdem drei ihrer Führer vor den Augen der zusammengetriebenen Dorfbevölkerung getötet wurden. Auf einem Sportplatz campieren sie nun unter Plastikplanen, ohne Strom, ohne Wasser. 700 Flüchtlinge, die schon Wochen zuvor ihre Heimat verlassen mussten, fanden Schutz bei der evangelischen United Church of Christ im Süden des Landes. Sie alle wurden vertrieben, weil sie sich gegen Bergbauprojekte zur Wehr setzten.

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