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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 20/2010
Strom ohne Atom
Der Konflikt, die Bewegung, die Zukunft
Der Inhalt:

Der Bürger, Merkels Freund und Helfer

von Stephan Hebel vom 22.10.2010
Was die Politiker von den Protestierenden – nicht nur in Stuttgart – lernen könnten. Wenn sie denn wollten. Ein Essay

In diesem bewegten Herbst sprach Angela Merkel unter anderem beim Landestag der Jungen Union Mecklenburg-Vorpommern. »Wenn man nur an sich denkt und nicht an kommende Generationen«, rief die Bundeskanzlerin, dann »ist das ein Problem für unser Land.«

Wen sie wohl meinte? Die Stromkonzerne, die mit tätiger Hilfe der Regierung noch länger an alten Atomkraftwerken verdienen sollen? Nein, Angela Merkel sprach über den Protest gegen das Bahn-Großprojekt »Stuttgart 21«. Diejenigen Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die dem Gigantismus der Planer und der Explosion der Kosten nicht mehr zusehen wollen, nicht zuletzt aus Sorge um »kommende Generationen« – sie sind es, die von unserer Kanzlerin des Egoismus beschuldigt werden.

Warum tut sie das? Das sollte man sich in aller Ruhe fragen. Über Angela Mer

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