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Vom Ende des amerikanischen Traums

Anmerkungen zu einer der ungewöhnlichsten Wahlen in der Geschichte der USA
von Christiane Lemke vom 07.10.2016
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Die Präsidentschaftswahl 2016 ist eine der ungewöhnlichsten Wahlen in der amerikanischen Geschichte. Aus unterschiedlichen Gründen. Ungewöhnlich ist schon, dass Trump mit seinem pessimistischen Bild in einer ehemals optimistischen Gesellschaft punkten kann. Die ökonomischen Daten zeigen deutliche Verbesserungen: das Wirtschaftswachstum ist seit der Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008 gestiegen, die Arbeitslosigkeit zurückgegangen. Löhne und Einkommen haben leicht zugelegt. Doch die Amerikaner nehmen die Entwicklung anders wahr. Der Gegensatz zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Während aufstrebende Hochtechnologie-Regionen wie Virginia, North Carolina oder Ohio hinzugewonnen haben, sind andere Landstriche, in denen traditionelle Industrie- und Erwerbszweige wie Kohle oder Stahl dominieren, im Abwärtstrend. Diese Ungleichzeitigkeit, die von der Globalisierung vorangetrieben wird, stellt für viele den amerikanischen Traum infrage.

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