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Gastkommentar
Demokratie der Zuschauer

Die Landtagswahlen in Thüringen und Brandenburg haben gezeigt: Weil nur wenige hingingen, errang die »Alternative für Deutschland« zweistellige Erfolge. Ein Alarmzeichen
von Friedrich Schorlemmer vom 26.09.2014
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Zu den Grundpfeilern einer parlamentarischen Demokratie gehören freie Wahlen mit Auswahlmöglichkeit von Personen und Programmen. Man muss sich schon die Mühe machen, sich damit zu beschäftigen, statt sich bequem fernzuhalten. So hätten wahlberechtigte Menschen, die ihren Protest ausdrücken wollten, dafür auf jeden Fall bessere Äußerungsformen als dumpfes Fernbleiben und mäklige Bequemlichkeit gehabt. Das Ergebnis beider Landtagswahlen mit ihrer sehr geringen Wahlbeteiligung ist also aufs Ganze gesehen nicht aussagekräftig genug für das, was die Bürger wollen. Wer 34 Prozent gewonnen hat, hinter dem stehen in Wirklichkeit nämlich nur 17 Prozent der Wähler. Ob es der Alternative für Deutschland (AfD) gelingt, die bisherige politische Kontinuität mit Grundkonsens durcheinanderzubringen, ist noch offen.

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