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Gottes Abenteuer mit dem Menschen

Entwicklung geschieht in jedem Augenblick. Es ist ein kreatives Geschehen, in dem Gott lockt, aber nichts lenkt. Wie sich die Prozesstheologie das Handeln Gottes in der Welt vorstellt
von Catherine Keller vom 13.09.2013
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Ein interessanter und wichtiger Versuch, Religion und (Natur-)Wissenschaften, Theologie und modern-evolutives Denken zu verbinden, ist die sogenannte Prozesstheologie. Gott wird hier als ewig und zugleich im Werden gedacht. Denn wenn die Evolution ein Grundprinzip materieller und geistiger Entwicklung ist – muss dann nicht auch Gott in irgendeiner Weise in diesen Prozess des Werdens und Vergehens involviert sein? Gleichzeitig ist es ein wesentliches Zeichen der Moderne, die grundlegende Freiheit des Menschen anzuerkennen. Dann aber stellt sich die Frage, wie Gottes Liebe mit dieser Freiheit, mit dem prinzipiell offenen Prozess der Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen und mit der sozialen Bezogenheit der Menschen zusammengedacht werden kann. Auf diese und andere Fragen geht die US-amerikanische Theologin Catherine Keller in ihrem Buch »Über das Geheimnis – Gott erkennen im Werden der Welt« ein. Sie schildert darin auf originelle und mitunter poetische Weise die Grundanliegen der Prozesstheologie. Dem Buch ist der nachfolgende Text entnommen.

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