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Personen und Konflikte

vom 23.08.2019
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Anne Meier-Credner, Psychologin an der Universität Braunschweig und Sprecherin des Vereins Spenderkinder, fordert mehr Rechte für Kinder, die durch fremde Samen- oder Eizellen-Spenden gezeugt oder in einer Leihmutterschaft ausgetragen wurden. Sie bräuchten das Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung. Ferner sollten sie wie alle anderen die Möglichkeit haben, eine Vaterschaft anzufechten, wenn der rechtliche Vater nicht der genetische ist. Die derzeitigen Gesetze bedienten einseitig die Interessen der Wunscheltern. Daneben, so Meier-Credner, gebe es eine Reihe psychologischer Probleme: Keimzellen könne man »zwar abgeben, aber nicht die Verbindung zu dem Menschen, der daraus entsteht«. Für die so entstandenen Kinder könne es verletzend sein, wenn ein Elternteil nur »Spender« sein wolle, aber kein Interesse am Kind als Person habe. Besonders problematisch sieht Meier-Credner die Leihmutterschaft. Es bestehe unter Psychologen Konsens darüber, dass »eine willkürliche Trennung eines Säuglings von seiner engsten Vertrauten, die er an Geruch und Stimme von anderen unterscheiden kann, extrem belastend ist«. Es sei fraglich, ob diese Praxis zu rechtfertigen sei, »damit sich Erwachsene einen Wunsch erfüllen können«. Die FDP hatte jüngst die Legalisierung der Leihmutterschaft gefordert.

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