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Pro und Contra
Tote ins Museum?

»Körperwelten« heißt eine hoch umstrittene Ausstellung in Berlin, die aktuell die Juristen beschäftigt. Sie tourt durch ganz Deutschland, ist auch weltweit zu sehen. Gezeigt werden tote menschliche Körper, die Initiator Gunther von Hagens durch Plastination konserviert. Doch ist das mit der Einmaligkeit und Würde des Menschen – auch im Tod – vereinbar?
vom 26.08.2016
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Ja, das ist ein Fest des Lebens

»Körperwelten« ist ein Fest des Lebens! Die Ausstellung zeigt den Besuchern sowohl den feingliedrigen Aufbau ihres Körpers als auch dessen Zerbrechlichkeit. So wird ihr Sinn für die eigene Gesundheit gestärkt. Außerdem macht die Ausstellung auf die Einmaligkeit und Besonderheit des Menschen aufmerksam, indem sie den feinstrukturieren Körper auf dem Hintergrund seiner Endlichkeit zum Vorschein bringt. Sie lehrt den Betrachter das Staunen über die eigene Existenz, für deren Bewunderung im Alltag nur wenig Raum bleibt. Körperwelten leistet einen wichtigen Beitrag zur Intensivierung des bewussten Lebens. Das Selbstverständlichste wird hier zum Bemerkenswerten. Schließlich regt die Ausstellung die Frage nach dem Wert und der Bedeutung des Menschen an. Jedoch bleibt die Ausstellung weltanschaulich neutral. Sie beantwortet letzte Fragen nicht. Körperwelten ist deutungsoffen für unterschiedliche Menschenbilder religiöser und philosophischer Art. – Über die ethische Zulässigkeit der Ausstellung haben die Körperspender und Besucher längst entschieden.

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