Zur mobilen Webseite zurückkehren

Auf Leben und Tod

Streit um die Organspende: Neue Bestimmungen helfen nicht weiter. Es geht um existenzielle Fragen. Was jetzt diskutiert werden muss
von Bettina Röder vom 30.08.2011
Artikel vorlesen lassen

Mein Herz, das gehört mir allein, das gebe ich unter keinen Umständen her.« Die 19-jährige Felicitas Scharfenberg hat das für sich beschlossen. Dabei geht es nicht um die große Liebe, sondern die ganz nüchterne Entscheidung, nie und nimmer ihr Herz zu spenden, sollte sie etwa ein Unglück treffen. Ja, andere Organe würde sie möglicherweise spenden. Nur ihr Herz nicht. »In meinem Herzen, da sitzt doch auch meine Seele«, hatte die junge Frau ihrer Mutter am Küchentisch im oberfränkischen Neuhausen bei Rehau erklärt. Nein, sie könne sich nicht vorstellen, dass ihre Seele in einem anderen Menschen weiterlebt, ihr Herz in einer anderen Brust schlägt. Und schon gar nicht würde sie eine solche Entscheidung auf der Meldestelle treffen wollen, wo die 19-jährige vor Kurzem ihren Pass abgeholt hat.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Schlagwörter: Ethik Gesetz Kirche Organspende
Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0