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»Dieses Land gehört uns allen«

In der Demokratischen Republik Kongo kämpft die Bewegung Lucha gegen Resignation und für Veränderung – gewaltfrei
von Bettina Rühl vom 11.08.2017
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Der junge kongolesische Jurist Luc Nkulula sitzt am Ufer des Kivu-Sees im Osten der Demokratischen Republik Kongo und fängt an zu singen, ein Liebeslied mit dem Titel »Malaika«. Nach wenigen Sekunden bricht er ab und erklärt: »Das Lied war zu einer gewissen Zeit sehr berühmt, wir haben es verändert. Statt für eine Frau singen wir es für unsere Heimat: Ich liebe dich, Kongo. Ich kann dir nichts bieten, aber ich werde alles für dich tun.« »Wir«, das sind die Aktivisten der kongolesischen Bewegung Lucha, »Lutte pour le changement«, auf Deutsch: »Kampf für die Veränderung« (luchacongo.org). Nkulula setzt noch einmal ein, mit dem veränderten Text auf Suaheli. Der 32-Jährige ist schlank, seine Augen sind wach, manchmal spöttisch. Seine Liebeserklärung an den Kongo meint er allerdings ernst – trotz allem, möchte man sagen. »Der kongolesische Staat hat mir noch nie irgendetwas bezahlt, er hat mir nie einen Gefallen getan.«

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