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Vor Nebenwirkungen wird gewarnt: Die katholische Kirche entschädigt Opfer sexueller Gewalt. Aufgearbeitet ist damit nichts
von Britta Baas vom 11.08.2011
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Zum Missbrauch gehören zwei Aspekte: Die Missbrauchstat im engeren Sinne sowie die unangemessene Reaktion der Institution, in welcher der Missbrauch geschieht. Gerade dieser zweite Aspekt schmerzt viele Opfer heute noch.« Diese Sätze stammen vom Jesuiten Klaus Mertes, der 2010, als – damaliger – Rektor des Canisius-Kollegs in Berlin, den Dammbruch zur Aufklärung der massenhaften Gewaltfälle in der katholischen Kirche auslöste. Ihm und anderen ist es auch zu verdanken, dass die Frage nach dem »Warum« in der Kirche nicht zum Schweigen gebracht werden kann. Denn für Mertes ist klar: »Ein Missbrauch in einer katholischen Schule schmeckt nach katholischer Kirche.« Mit anderen Worten: Was geschah und was geschieht, hat auch mit der Struktur der betreffenden Institution zu tun.

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