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Was für ein Misstrauen!

Wo verläuft die Trennlinie zwischen Kritik an Israel und Antisemitismus? Diese Debatte spaltet erneut den Kirchentag
von Stephan Neumann vom 05.07.2019
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Bei den Themen Nahostpolitik und Antisemitismus agiert auch der Kirchentag nicht souverän, sondern zeigt sich tief gespalten. Wie in Berlin 2017 gab es auch in Dortmund offizielle Podien zu diesen Fragen, bei denen die »üblichen Verdächtigen« aus Wissenschaft und Politik mit dem Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung Felix Klein oder dem Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland Josef Schuster debattierten. Und es gab einen eigenen Thementag außerhalb des Programms, veranstaltet von Kairos Palästina-Solidaritätsnetz Deutschland und der Bielefelder Nahost-Initiative. Unter dem Motto »Die Lage spitzt sich zu« trafen sich in der Paul-Gerhard-Kirche all jene, die vom Kirchentagspräsidium offensichtlich als »Schmuddelkinder« angesehen werden. Wegen ihrer Unterstützung oder ihrer Nähe zur BDS-Kampagne (Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen) waren sie teils erst zu Beginn des Kirchentags von offiziellen Veranstaltungen ausgeladen worden. Denn dort darf nur auftreten, wer zur BDS-Kampagne gebührenden Abstand hält.

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