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Sozialprotokoll
»Ich bin eine andere«

Carla Bender (20) hat in Peru einen Freiwilligendienst bei Behinderten absolviert. Das hat für sie vieles verändert
von Bettina Röder vom 08.07.2016
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Immer kommt es im Leben anders, als man denkt. Und: Wichtige Veränderungen gibt es immer dann, wenn man gar nicht damit rechnet. Ich bin zwar erst zwanzig Jahre alt, aber genau diese Erfahrung habe ich schon in meinem Leben gemacht. Und zwar mit 18, als ich als Freiwillige ein Jahr in Peru war. Hoch oben in den Anden habe ich in einer Schule und einem Heim mit Behinderten, vor allem Kindern, gelebt und gearbeitet. Ihre Armut hat mich berührt, aber auch die große Herzlichkeit. Und als ich nach einem Jahr in Frankfurt am Main auf dem Flughafen von meinen Eltern, zwei Freundinnen und meinem Bruder empfangen wurde, da war ich mit dem Herzen und dem Kopf noch gar nicht angekommen. Das bin ich erst nach Monaten. Es war in Deutschland plötzlich so kalt, obwohl es doch warm war. Und alles schien mir so unendlich leer. Vor allem: Ich bin eine andere geworden. Aber vielleicht erzähle ich erst einmal, wie es dazu kam.

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