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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2018
Der Inhalt:
Politik & Gesellschaft

Konsumkritischer Stadtrundgang

von Rudolf Stumberger vom 22.06.2018
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Waren Sie schon mal auf einer Kleidertauschparty? Wissen Sie, was »Upcycling« bedeutet? Solche Fragen bekamen die Teilnehmerinnen eines sogenannten »Konsumkritischen Stadtrundgangs« in München zu hören. Die Katholische Akademie Bayern hatte dazu eingeladen. Das gute Dutzend Teilnehmer soll dabei nachhaltige Läden und Einrichtungen im Münchener Stadtteil Haidhausen kennenlernen. Organisiert wird der Stadtrundgang von zwei jungen Frauen, beide Mitglieder der Jugendorganisation des Bundes Naturschutz. Erste Station: Rosenheimer Straße 83. Dort befindet sich die Phoneklinik, ein Laden, in dem Handys und Smartphones repariert werden. Der Verkehr rauscht, und Rundgangsleiterin Irina Braun erhebt ihre Stimme, damit die Teilnehmer sie hören. »Brauchen wir wirklich jedes Jahr ein neues Handy?«, fragt die 23-jährige Sozialpädagogin. Warum sie den Rundgang leitet? Weil sie selbst versuche, nachhaltig zu leben, und das an andere weitergeben wolle, sagt sie. Etwas später macht die Gruppe vor dem Gebrauchtkleiderladen Blaugold halt. Dort geht es um das Thema faire Produktion von Kleidung. Braun und die Studentin Wiebke Dobers sprechen den Wasserverbrauch der Textilherstellung an (2945 Liter für ein T-Shirt) und Alternativen: Gebrauchtläden oder Partys, auf denen man Kleidung tauschen kann. Die letzte Station des Rundgangs ist ein veganes Restaurant. Das Thema: der Fleischkonsum und seine Folgen für Kleinbauern in Brasilien. Am Ende der Tour haben die Teilnehmer auch gelernt, dass »Upcycling« bedeutet, Abfallprodukte einer neuen Nutzung zuzuführen, etwa aus alten Jeans Taschen zu nähen.

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